Dystonie - Symptome & Diagnose beim ArztDiagnose und Gespräch mit dem Arzt - Dystonie

Diagnose

Die Diagnose bei dem*der Neurolog*in

Wie hilft mir der*die Neurolog*in weiter?

Der*die Neurolog*in kennt die neurologischen Bewegungsstörungen und kann daher eine Diagnose stellen. Dies ist aufgrund der charakteristischen Bewegungsmuster möglich, also aufgrund der Fehlhaltungen und unwillkürlichen Verkrampfungen der jeweiligen Körperregionen.

Zur Diagnosestellung muss der*die Neurolog*in eine genaue Untersuchung und ein anschliessendes, umfassendes Gespräch mit Ihnen durchführen. Dazu kann es möglicherweise noch zu einigen neurologischen Tests und bildgebenden Verfahren wie CT oder MRT kommen.

Differentialdiagnose

Der*die Neurolog*in erkennt die einzelnen Krankheitsbilder der Dystonie und kann eine Differentialdiagnose stellen. Er*Sie überprüft dabei, ob es sich tatsächlich um eine Dystonie handelt und nicht um eine andere neurologische Erkrankung. Gleichzeitig klärt der*die Neurolog*in auch ab, ob es sich um eine Dystonie mit bekannter Ursache handelt.

Bei einer Dystonie mit unbekannter Ursache handelt es sich um eine primäre oder essentielle idiopathische Dystonie, bei einer Dystonie mit bekanntem Auslöser (z.B. eine Verletzung oder andere neurologische Erkrankung) um eine sekundäre oder symptomatische Dystonie.

Eine symptomatische Dystonie kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden, wie beispielsweise durch:

  • bestimmte Medikamente (z.B. Neuroleptika)
  • Durchblutungsstörungen im Gehirn
  • degenerative Hirnerkrankungen (z.B. Morbus Parkinson)
  • Stoffwechselstörungen (z.B. Morbus Wilson)
  • einen frühkindlichen Hirnschaden
  • ein unfallbedingtes Schädel-Hirn-Trauma

Es ist ausserdem möglich, dass der*die Arzt*Ärztin Sie nach dem eventuellen Auftreten von ähnlichen Symptomen oder Krankheitsfällen in Ihrer Familie befragt, um eine mögliche genetische und damit vererbbare Ursache zu überprüfen.

In der Gruppe der genetisch bedingten Dystonien sind bisher 21 verschiedene Formen identifiziert worden, die allerdings nur einen geringen Anteil der Krankheitsfälle ausmachen.

Ein entscheidender Hinweis für eine mögliche genetische Ursache kann das vermehrte Auftreten des Erkrankungsbildes innerhalb der Familie sein. Ähnliche Krankheitsfälle innerhalb Ihrer Familie sollten Sie dem*r Neurolog*in also auf jeden Fall mitteilen!

Der*die Neurolog*in koordiniert auch die anschliessende Therapie, sobald die Diagnose gestellt ist.

In unserer Expertensuche auf dieser Website können Sie direkt eine*n Expert*in bzw. Neurolog*in in Ihrer Region finden, der sich auf die Behandlung von Dystonien spezialisiert hat.