Therapie

Operative Therapien

Therapien mit chirurgischen Eingriffen

Es kann in besonders schweren Einzelfällen zu einem chirurgischen Eingriff kommen. Dafür müssen sich Arzt und Patient natürlich abstimmen und einig sein, dass dies der richtige nächste Schritt ist.

Bei diesem Eingriff kann es sich zum Beispiel um eine Trennung der Nervenverbindungen handeln, wodurch die Muskelaktivität und damit auch die Beschwerden schlagartig aussetzen. Diese Eingriffe sollten allerdings vorab genau überdacht werden, besonders bei Kindern und Jugendlichen, die sich noch im Wachstum befinden. Auch im Erwachsenenalter kann dies oft zu Komplikationen oder sogar einer Verschlimmerung der Symptomatik führen, beispielsweise an der Achillessehne. Aufgrund der hohen Risiken und Nebenwirkungen bleiben solche Operationen bisher auf Ausnahmefälle beschränkt.

 

Tiefe Hirnstimulation

Bei Parkinson oder generalisierten Dystonien

Eine tiefe Hirnstimulation  ist auch umgangssprachlich unter dem Begriff „Hirnschrittmacher“bekannt. Bei dieser Therapie werden in einem neuro-chirurgischen Verfahren Sonden in das Gehirn eingesetzt und Stromstösse an das Gehirn abgegeben. Dadurch können bestimmte krankhafte Hirnaktivitäten gehemmt werden. Das Verfahren kommt allerdings nur bei sehr schweren Bewegungsstörungen zum Einsatz, bei denen andere Therapien ohne Erfolg blieben.